Feierliche Verabschiedung des Abschlussjahrgangs 2026 an der Realschule Obrigheim

„Mehr als nur Noten und Abschlüsse“ hatten die diesjährigen Abschlussklassen der Realschule Obrigheim als zentrales Motiv für ihren Abschlussgottesdienst gewählt.

Unter Anleitung ihrer Religionslehrerin Jennifer Schneider gestalteten sie diesen Gottesdienst komplett selbst und erinnerten daran, dass Schule viel mehr ist als Leistungsmessung, nämlich auch Freundschaft, Mut, Erinnerungen Gemeinschaft und Zukunft. Den musikalischen Rahmen dazu setzten sie mit Unterstützung von Musiklehrer Eric Grunwald mit Liedern wie „I say“ („I believe“) und „Du bist du“.
Nach dieser schönen Einstimmung ging es in die Neckarhalle, wo die offizielle Abschlussfeier stattfand. Konrektorin Susanne Künzel führte durch das Programm und lud dazu ein, zurückzublicken auf eine gemeinsame Schulzeit, auf Begegnungen und viele Erinnerungen, die bleiben werden. Gleichzeitig sei dieser Abend aber auch ein Wendepunkt, an dem es gelte, voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken.
Einer schönen Tradition folgend übernahm der Chor der 8.-10. Klassen unter Leitung von Eric Grunwald mit zwei Liedern das Rahmenprogramm. Passend zum Anlass sangen sie „Best days of my life“ und „Forever young“.
Schulleiterin Kerstin Neunecker-Weis griff in ihrer Rede das Motto der Abschlussklassen auf: „young, wild and free“. Wirklich sehr jung seien sie gewesen, die heutigen Abschlussschüler, als sie als kleine Fünftklässler mit viel zu großem Schulranzen ihre Laufbahn an der RSO starteten. Allerdings sei ziemlich bald auch das „wild“ hinzugekommen in Form von endlosen Diskussionen, wilden Ausreden oder übermütigen Fußballspielen. Langweilig sei es aber nie gewesen zwischen Klassenarbeiten, Referaten und schließlich der Abschlussprüfung. Dennoch war aber auch immer ein Stück Freiheit zu spüren: Ausflüge und Klassenfahrten wurden unternommen, Projekte gestaltet und Sporttage durchgeführt. Dies seien die Erinnerungen, die bleiben und die man sich wohl auch in zwanzig Jahren noch erzählen wird. Dennoch sei die Freiheit nie ganz vollendet gewesen, denn an einer Schule gibt es vielfältige Regeln und Verbote, die aber einen Rahmen schaffen und Freiheit letztendlich erst ermögliche. Nun seien alle Fesseln der Schule gesprengt, durch Lernen, Durchhaltevermögen und Ausdauer. Dies heiße aber auch, Entscheidungen nun selbst treffen zu müssen, was viel anspruchsvoller sei. Für ihre Zukunft wünschte die Rektorin den scheidenden Schülerinnen und Schülern, jung im Sinne von neugierig zu bleiben, wild im Sinne von mutig und frei, ihr Leben selbst zu gestalten.
Auch Obrigheims Bürgermeister Thorsten Sienholz ließ es sich nicht nehmen, den Absolventinnen und Absolventen der RSO in einem Grußwort die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. 
Nach einer energiegeladenen Darbietung der Tanz AG, die von Marita Wünnenberg und Evelin Rosenhagen geleitet wird, folgte der Höhepunkt der Veranstaltung: die feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse an die Klassen 10a (Klassenlehrer Marcel Strack / Jennifer Schneider), 10 b (Thomas Hör / Ulrike Stinner), 10c (Kaya Held / Valerie Bauer) und 9d (Angelika Stephan / Bernhard Edin). Zahlreiche Schülerinnen und Schüler durften sich neben ihrem Zeugnis auch über ein Lob oder einen Preis für gute Leistungen freuen. 
Ein Lob erhielten:
Kimberly Bernardin, Sebastian Hölzner, Aikaterini Molfeta, Hannah Tschürtz (alle 10a), Fabio di Siro (10b), Jael Kircher und Julian Treiber (beide 10c).
Die Preise wurden verliehen durch die Vorsitzenden des Fördervereins Sandra Wolf und Thomas Knaus und gingen an Marlon Herr, Alma Sadikovic, Maurizio Schott (alle 10a), Marlon Bader, Maila Graf, Marissa Huskic, Finn Luderschmidt, Isabella Nelius, Jonas Nübel, Diana Ruppert, Aimee-Lynn Schäfer, Jill-Ida Schäfer (alle 10b) sowie Hannah Herkert (10c).
Der Abschlussjahrgang 2026 an der RSO brachte gleich drei Jahrgangsbeste mit der Traumnote 1,0 hervor. Diese waren: Marissa Huskic, Isabella Nelius und Marlon Bader.
Den diesjährigen Preis für besonderes soziales Engagement erhielt Jill-Ida Schäfer aus der 10b, da sie sich mit besonderer Weitsicht über Jahre hinweg für die Belange ihrer Klassenkameraden eingesetzt hatte.
Vertreter der Abschlussklassen bedankten sich im Anschluss bei allen, die sie während ihrer Schulzeit begleitet hatten – in der Familie waren dies Eltern und Geschwister, in der Schule die Lehrerinnen und Lehrer, aber auch die Sekretärinnen, Hausmeister und nicht zuletzt die Sozialarbeiterin Frau Epp. Auch die SMV ließ es sich nicht nehmen, die scheidenden Klassensprecherinnen und Klassensprecher mit einem kleinen Blumengruß zu verabschieden.
In seinem Schlusswort ging Konrektor Florian Hildenbrand noch einmal darauf ein, dass Schule mehr sei als nur Unterricht und Leistungen, Schule bestehe auch zu einem großen Teil aus Geschichten. Die kleinen Geschichten und Momente seien das, was bleibt, das, was man sich später auf Klassentreffen noch erzählt, wenn alle Noten schon lange vergessen sind. Er wünschte den scheidenden Schülerinnen und Schülern, jung im Kopf zu bleiben, manchmal vielleicht wilde neue Ideen zu haben und zu den Entscheidungen zu stehen, die sie nun mit ihrer neugewonnenen Freiheit treffen können. Sein Dank galt allen, die zum Erfolg der nun Ehemaligen beigetragen hatten, den Eltern, Familienangehörigen, Lehrkräften, Sekretärinnen und Hausmeistern und nicht zuletzt allen, die bei der Vorbereitung der Abschlussfeier beteiligt waren.
Mit Bildern aus ihrer Schulzeit verabschiedete sich schließlich der Jahrgang 2026 von der RSO.

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